_rundblick: Gut beraten gegen rechte Strukturen

Das Mobile Beratungsteam gegen Rassismus und Rechtsextremismus - für demokratische Kultur e.V. unterstützt Menschen in Nord- und Osthessen gegen menschenverachtende Strömungen

Wir unterstützen und beraten bei menschenfeindlichen Argumentationen in Betrieb, Schule, Verein oder familiärem Umfeld, rassistischen Übergriffen und Gewalt, Hetze gegen Minderheiten, antisemitischen Schmierereien im Stadtbild, Neonazis im Ort, rechtsextremen Jugendlichen im Jugendclub und Klassenzimmer und durch Hass motivierte Prügeleien auf der Kirmes. Wir sind außerdem Ansprechpartner*innen, wenn zivilgesellschaftliche Bündnisse gebildet und die demokratische Kultur gestärkt werden soll.

Das Konzept der Mobilen Beratung ist es, auf lokaler Ebene Prozesse zu initiieren und zu begleiten, die sich gegen rechtsextremistische Strömungen richten. Dazu gehört auch die Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements. Die Zielgruppen sind regionale Strukturen wie etwa Verwaltungen, Träger regionaler Jugendarbeit, Vereine und Organisationen jeder Art, Unternehmen und interessierte Einzelpersonen.

Hilfe zur Selbsthilfe: Probleme vor Ort selbst lösen

Dabei werden Probleme nicht für die genannten Zielgruppen gelöst, sondern es werden gemeinsam mit den Akteur*innen Konzepte erarbeitet, damit sie die Probleme vor Ort selbst lösen können. Zentral für diesen Ansatz ist ein Verständnis, das die extreme Rechte als politisch-gesellschaftliches Problem begreift: rechte Ideologien treten diesem Verständnis nach nicht nur in rechtsextremen (jugendlichen) Randgruppen auf.

Zivilgesellschaftliche Mobilisierung begreift das MBT Hessen deswegen als kontinuierlichen Prozess, in dessen Zentrum eigenverantwortliches und solidarisches Handeln steht. Nur so kann der menschenverachtenden Ideologie der Ungleichheit nachhaltig die Grundlage entzogen werden.

Seit 2008 ist das MBT Hessen Teil des Beratungsnetzwerks Hessen. Dort haben wir uns immer wieder stark gemacht für das Konzept der Betroffenenberatung, die in Hessen lange fehlte. Bevor es response gab, haben wir aus dieser Not heraus zu einem großen Teil diesen Bereich der Beratung mit übernehmen müssen, da bei uns viele Anfragen von Betroffenen eingegangen waren.

Auch deswegen haben wir uns sehr gefreut, als es durch entsprechende Förderung auch ein response-Büro in Nordhessen möglich wurde. Schließlich ist es für unsere Arbeit sehr wichtig, dass wir Menschen, die von neonazistischen, rassistischen oder antisemitischen Gewalttaten betroffen sind, an eine kompetente Beratungsstelle weitervermitteln können.