Fachtag Changing Perspectives III

#IstAlltag - Verschränkungen von Rassismus, Antisemitismus, Homo- und Trans*feindlichkeit

Fachtag am Freitag, 18. Mai 2018
9.30-17 Uhr
Philipp-Scheidemann-Haus, Holländische Straße 74, Kassel
Anmeldungen unter: kontakt@response-hessen.de 

Ob am Arbeitsplatz, in pädagogischen Einrichtungen oder im Internet: Viele Menschen erleben alltäglich abwertende und diskriminierende, mitunter gewaltvolle Äußerungen und Handlungen. Wer wegen der Hautfarbe, geschlechtlicher Identität, Religion, Herkunft sowie weiteren Merkmalen und Zuschreibungen als „anders“ wahrgenommen wird, entwickelt zwar oft Strategien, um mit alltäglichen Verletzungen umzugehen. Dennoch können so genannte Mikroaggressionen den Alltag der Betroffenen beeinflussen und psychische sowie körperliche Folgen haben.

Auch für Beteiligte ist es oft nicht einfach, auf rassistische, antisemitische, homo- oder trans*feindliche Äußerungen zu reagieren. Sie sind häufig unsicher, als wie gewaltvoll sie eine Situation einschätzen sollen – und ob und wie sie eingreifen müssten.

Bei unserem Fachtag nehmen wir alltägliche Diskriminierungserfahrungen in den Blick und diskutieren, wie sich antimuslimischer Rassismus, Homo- und Trans*feindlichkeit sowie Antisemitismus äußern - und wie sie miteinander verschränkt sind. Gemeinsam entwickeln wir Möglichkeiten, mit alltäglichen Diskriminierungserlebnissen umzugehen.

Der Fachtag richtet sich an Pädagog*innen, Sozialarbeiter*innen, Lehrer*innen, Multiplikator*innen in der Bildungsarbeit, (ehrenamtlich) Aktive in zivilgesellschaftlichen Initiativen für Geflüchtete, die eine diskriminierungskritische Haltung im Berufs-, sozialen und politischen Umfeld (weiter)entwickeln wollen.

Programm

9:30 Uhr Ankommen mit Kaffee

10:00 Uhr Begrüßung durch response. und inhaltliche Einführung
response. Kampagnenfilm „Rassistische Gewalt ist kein Problem Einzelner“ 

10:30 Uhr – 11:10 Uhr „Alltagsrassismus, Intersektionalität und Möglichkeiten der Intervention.“ Vortrag von Denise Bergold-Caldwell (Phillips-Universität Marburg)

11:10 Uhr – 11:25 Uhr Pause 

11:30 Uhr – 12:30 Uhr Podiumsdiskussion 
anschließend Fragerunde 

- Ayse Gülec (Initiative 6. April) 
- Denise Bergold-Caldwell (Philipps-Universität Marburg)
- Angélica Reyes Reyes (response.) 
Moderation: Eva Georg (response)

12:30 Uhr – 13:30 Uhr Mittagspause 

13:30 Uhr – 16:45 Uhr Workshops

Workshop 1. Antisemitismus heute: Erkennen, benennen, stoppen

Im Workshop erproben wir Methoden und Haltungen für die pädagogische Arbeit, um Antisemitismus in der Praxis wirksam begegnen zu können. 

Katharina Rhein und Tom Uhlig (Bildungsstätte Anne Frank) 

Workshop 2. „… Nicht so greifbar und doch real“ Gewalt- und (Mehrfach-) Diskriminierungen von lesbischen, bisexuellen Frauen und Trans* in Deutschland. Präsentation einer Studie 2010 - 2012

Saideh Saadat-Lendle (LesMigras, Berlin) 

Workshop 3. Antimuslimischer Rassismus als ‚Normalzustand‘!? Analyse aktueller Erscheinungsformen.
Nabeela Khan (Bildungsstätte Anne Frank) 

16:45 Uhr –17:00 Uhr Abschluss​