Chronik

Chronik rechter Gewalt in Hessen

In dieser Chronik dokumentiert response Vorfälle von rechter und rassistischer Gewalt seit 2016  in Hessen. Gezählt werden Angriffe auf die körperliche Unversehrtheit sowie gezielte Sachbeschädigungen oder Bedrohungen, von denen wir erfahren oder die wir recherchieren. Verdachtsfälle werden als solche gekennzeichnet.

Es ist davon auszugehen, dass in dieser Chronik nur ein Teil der Vorfälle dokumentiert werden kann, da vieles ungesehen bleibt, nicht öffentlich gemacht oder zur Anzeige gebracht wird.

Hessen auf einen Blick: Es kann nach Landkreisen und kreisfreien Städte gefiltert und gezielt nach den Tat-Motivationen (Antisemitismus, Antiziganismus, Antimuslimischer Rassismus etc.) gesucht werden.

Zur weiteren Verbesserung des Monitorings sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen:  
Lassen Sie uns wissen, wenn Sie von Vorfällen Kenntnis nehmen!

FAQ Vorfall melden

8. Januar 2018

Fulda: Bedrohungen und rechte Hetze gegen Mitarbeiter*innen der Arbeiterwohlfahrt

Ausgangspunkt von Bedrohungen und rechten Anfeindungen gegen die AWO Fulda ist eine im November 2017 ausgestrahlte Sendung des ‚KiKa‘ über die Beziehung eines deutsch-syrischen Paares aus Fulda, welche am Tandem-Patenschaftsprojekt der AWO beteiligt gewesen waren. Die Mitarbeiter*innen zeigen sich zutiefst bestürzt über die menschenverachtenden Anfeindungen gegenüber Geflüchteter und der AWO selbst.

7. Januar 2018

Frankfurt am Main: Antisemitische Grafittis in Gartenanlage

In einer Frankfurter Kleingartenanlage wurden antisemitische Graffitis entdeckt, welche zu Gewalt gegen Juden und Jüdinnen aufrufen. Es wurde Anzeige bei der Polizei erstattet. 

12. Dezember 2017

Laubach (Gießen): Scheiben an Geflüchtetenunterkunft eingeschlagen

Eine Gruppe hat am Abend gegen 21 Uhr mit einem Gegenstand fünf Scheiben einer Geflüchtetenunterkunft eingeschlagen. In den Wohncontainern leben 25 Geflüchtete. 

30. November 2017

Marburg (Marburg-Biedenkopf): Bedrohung und Beleidigung gegen Mann aus Somalia

Verdachtsfall: Ein Mann und eine Frau bedrohten am Marburger Hauptbahnhof einen Mann aus Somalia mit einem Messer. Sie schubsten den Mann auf der Treppe und verfolgten ihn in die Bahnhofsstraße. Dort hielten beide Personen ein Messer in der Hand und beleidigten den Mann. Zeugen unterstützen den Betroffenen und die Angreifer*innen flüchteten.

27. November 2017

Kassel: Körperverletzung und rechte Parolen auf Weihnachtsmarkt

Ein Mann rief drei Weihnachtsmarktbesuchern rechte Parolen zu. Als diese in die Richtung des Mannes schauten, warf dieser nach ihnen eine Keramiktasse und verletzte einen der Männer leicht. Passant*innen und Ordnungsamtmitarbeiter*innen hielten den Mann bis zum Eintreffen der Polizei fest. Diese ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung und verbotener rechter Parolen. 

19. November 2017

Freigericht (Main-Kinzig-Kreis): Rassistische Sprüche und Nazi-Symbolik an Wohnhaus von Geflüchteten

Unbekannte sprühten an das Wohnhaus einer geflüchteten Familie SS-Runen und rassistische Parolen. Auch im Umkreis des Hauses wurden ähnliche gesprühte Symboliken gefunden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. 

16. November 2017

Bedrohung und Einschüchterung gegen politisch Engagierten

Ein junger Mann wurde aufgrund seines politischen Engagements gegen Rechts am Frankfurter Hauptbahnhof bedroht und eingeschüchtert.

Ein unbekannter Mann beleidigte und bedrängte ihn mehrfach auch körperlich, weil er einen antifaschistischen Sticker am Rucksack trug.

10. November 2017

Marburg (Marburg-Biedenkopf): Brandanschlag auf Moschee

Verdachtsfall: In der Nacht zum Freitag gab es einen Brandanschlag auf eine Moschee in Marburg. Die Tür zum Gebetsraum wurde dabei zerstört. Der Staatsschutz hat Ermittlungen aufgenommen. 

5. November 2017

Wetzlar (Lahn-Dill-Kreis): Antisemitische Anne-Frank-Fotomontage

Ein Mann aus Wetzlar postete eine Fotomontage von Anne Frank auf einem Pizzakarton auf Facebook in der rechtsnationalen Gruppe „Die Patrioten“. Die Staatsanwaltschaft Limburg hat Ermittlungen aufgenommen. 

2. November 2017

Runkel (Limburg-Weilburg): Bedrohung und Einschüchterung gegen politisch Engagierte

Zwei Brüder werden aufgrund ihres politischen Engagements gegen Rechts massiv bedroht und eingeschüchtert. Die Betroffenen berichten von Einschüchterungen an ihrer Haustür, Sachbeschädigung an ihrem Auto und Beleidigungen im öffentlichen Raum.

1. November 2017

Frankfurt am Main: Rechtsextreme Bedrohungen gegen Demonstrant nach der Buchmesse

Mehrere Zeitungen zeigen Bilder von Demonstrierenden im Rahmen ihrer Berichte über die Proteste auf der Buchmesse gegen den rechten Antaios Verlag. Ein Demonstrant erhält daraufhin massive Drohungen und Beleidigungen aus rechtsextremen Kreisen. Auf der Buchmesse selbst wurde er körperlich angegriffen. 

17. Oktober 2017

Frankfurt am Main: Drohmails nach der Buchmesse

Der Direktor der Bildungsstätte Anne Frank bekam infolge der Buchmesse antisemitisch motivierte Drohmails mit Bezug auf den Holocaust und seiner öffentlichen Positionierung als jüdische Person. Auf der Buchmesse war die Bildungsstätte Anne Frank mit einem Stand und einer Kampagne für eine offene Gesellschaft sichtbar.

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