Chronik

Chronik rechter Gewalt in Hessen

In dieser Chronik dokumentiert response Vorfälle von rechter und rassistischer Gewalt seit 2016  in Hessen. Gezählt werden Angriffe auf die körperliche Unversehrtheit sowie gezielte Sachbeschädigungen oder Bedrohungen, von denen wir erfahren oder die wir recherchieren. Verdachtsfälle werden als solche gekennzeichnet.

Es ist davon auszugehen, dass in dieser Chronik nur ein Teil der Vorfälle dokumentiert werden kann, da vieles ungesehen bleibt, nicht öffentlich gemacht oder zur Anzeige gebracht wird.

Hessen auf einen Blick: Es kann nach Landkreisen und kreisfreien Städte gefiltert und gezielt nach den Tat-Motivationen (Antisemitismus, Antiziganismus, Antimuslimischer Rassismus etc.) gesucht werden.

Zur weiteren Verbesserung des Monitorings sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen:  
Lassen Sie uns wissen, wenn Sie von Vorfällen Kenntnis nehmen!

FAQ Vorfall melden

20. Mai 2019

Frankfurt am Main: Verbale und körperliche Attacken auf FR-Reporter

Im österreichischen Bleiburg wurde bei einer kroatischen Gedenkfeier ein Journalist der Frankfurter Rundschau von Rechtsextremen, von denen einer auch in Frankfurt lebt, bespuckt. Daraufhin begannen zahlreiche Teilnehmer der Gedenkveranstaltung ihn massiv zu beleidigen, nach ihm zu schlagen und zu treten.

4. Mai 2019

Kassel: Eskalation mit Sicherheitsfirma nach Ladendiebstahl

Verdachtsfall: Eine Auseinandersetzung zwischen der Sicherheitsfirma eines Drogerieladens und einem mutmaßlichen Ladendieb ist am Montagnachmittag eskaliert. Mehrere Passanten beschreiben das Vorgehen des Sicherheitsdienst gegenüber dem 21-Jährigen Asylbewerber als übermäßig brutal und unverhältnismäßig.

1. Mai 2019

Frankfurt am Main: Naziparolen und Messerangriff im Günthersburgpark

Eine Gruppe von zehn Personen fiel durch das lautstarke Rufen von Naziparolen im Günthersburgpark auf . Ein 22-Jähriger habe nach dem Aussprechen eines Platzverweises den Versuch unternommen sich einer anderen Gruppe Jugendlicher im Park anzuschließen. Als diese ihn abwiesen, habe er ein Messer gezogen und einen 23-Jährigen im Bauchbereich verletzt.  

15. April 2019

Gießen: Homophobe Beleidigung und Körperverletzung

Ein 40-Jähriger, der aufgrund mehrer Gewalttaten am 15.04.2019 festgenommen worden ist, beleidigt Ende Januar eine Person einer 6-köpfigen Gruppe homophob und tritt in der Folge eine Person mit dem Fuß gegen den Kopf, sodass diese bewusstlos am Boden gelegen ist. 

2. April 2019

Wiesbaden: 19-Jähriger mit rechtsgerichtetem Gedankengut bei Waffenkauf festgenommen

Verdachtsfall: Bei einer fingierten Waffenübergabe konnte am Nachmittag des 02.Aprils ein 19-Jähriger von der Polizei festgenommen werden. Dieser hätte im "Darknet" eine Waffe erwerben wollen mit der Absicht Menschen zu töten. In der Vernehmung sei rechtsgerichtetes Gedankengut festgestellt worden. Wie auch im Fall der Schießerei am OEZ München 2016, an die die Grundzüge des Falles stark erinnern, hätte der 19-Jährige angegeben sich aufgrund von Mobbing rächen zu wollen.

22. März 2019

Wiesbaden: Rechtsextreme drohen mit Mord an Migrant*innen

In Briefen an 2 linke Organisationen in Wiesbaden und Mainz haben Rechtsextreme angedroht, Migrant*innen töten zu wollen, wenn sich die Organisationen weiter für sie engagieren.

21. März 2019

Marburg (Marburg-Biedenkopf): Busfahrer mit Reizgas besprüht

Gegen 06:35 Uhr wurde ein Busfahrer von einem 20-25 Jährigen beim Verlassen des Busses mit Reizgas besprüht und mit rechtsradikaler Parole beschrien. Der Busfahrer wurde in die Uni-Kliniken gebracht. Der Täter konnte flüchten.

20. März 2019

Fulda: Hauptbelastungszeuge im Fall Toni R. bedroht und angegriffen

Ein Zeuge, der gegen den Ex-Vorstand der Jungen Alternativen Toni R. aussagen soll, wurde überfallen, auf den Boden geworfen, getreten und mit den Worten "Wenn du aussagst, schnappen wir deine Frau" bedroht. Anschließend erstattete er Anzeige gegen unbekannt.

6. März 2019

Bornheim (Frankfurt am Main): Hakenkreuzschmierereien auf Briefkästen

5 Hakenkreuze und andere rechte Symbole wurden mit Kreide auf Briefkästen eines Hauses im Frankfurter Stadtteil Nordend geschmiert. Es gibt den Verdacht darauf, dass es sich um eine zielgerichtete Aktion gegen die Bewohner*innen dieses Hauses handelt.

5. März 2019

Frankfurt am Main: Rassistische Anfeindung einer Schwangeren

Eine Frau wurde an der Hauptwache in der B-Ebene von einem Unbekannten erst geschubst und dann mit der Faust bedroht. Die Betroffene ist im 7. Monat schwanger und trägt Kopftuch. Der Unbekannte habe sich ihren Schilderungen zufolge mehrfach rassistisch geäußert, sowohl während des Angriffs, als auch danach in Anwesenheit der Polizei und weiterer Zeug*innen. Die Polizei ermittelt.

14. Februar 2019

Kirchhain (Marburg-Biedenkopf): Einbruch und Aufsprühen eines Hakenkreuzes

Unbekannte brachen gewaltsam in ein Pizza-Imbiss ein, stahlen die Registerkasse sowie weitere materielle Güter und besprühten die Wand mit einem Hakenkreuz.

14. Februar 2019

Götzenhain (Offenbach am Main): Bedrohung durch Schüsse auf Neubau-Villa

Verdachtsfall: Mit einer Steinschleuder wurden 7 Fenster der Neubau-Villa einer Familie eingeschlagen, die ihren Einzug in das Haus plante. Dem voran gingen eine Reihe von Komplikationen, die u.a. mit der Nachbarschaft bestand.

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