Chronik

Chronik rechter Gewalt in Hessen

In dieser Chronik dokumentiert response Vorfälle von rechter und rassistischer Gewalt seit 2016  in Hessen. Gezählt werden Angriffe auf die körperliche Unversehrtheit sowie gezielte Sachbeschädigungen oder Bedrohungen, von denen wir erfahren oder die wir recherchieren. Verdachtsfälle werden als solche gekennzeichnet.

Es ist davon auszugehen, dass in dieser Chronik nur ein Teil der Vorfälle dokumentiert werden kann, da vieles ungesehen bleibt, nicht öffentlich gemacht oder zur Anzeige gebracht wird.

Hessen auf einen Blick: Es kann nach Landkreisen und kreisfreien Städte gefiltert und gezielt nach den Tat-Motivationen (Antisemitismus, Antiziganismus, Antimuslimischer Rassismus etc.) gesucht werden.

Zur weiteren Verbesserung des Monitorings sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen:  
Lassen Sie uns wissen, wenn Sie von Vorfällen Kenntnis nehmen!

FAQ Vorfall melden

22. März 2019

Wiesbaden: Rechtsextreme drohen mit Mord an Migrant*innen

In Briefen an 2 linke Organisationen in Wiesbaden und Mainz haben Rechtsextreme angedroht, Migrant*innen töten zu wollen, wenn sich die Organisationen weiter für sie engagieren.

21. März 2019

Marburg (Marburg-Biedenkopf): Busfahrer mit Reizgas besprüht

Gegen 06:35 Uhr wurde ein Busfahrer von einem 20-25 Jährigen beim Verlassen des Busses mit Reizgas besprüht und mit rechtsradikaler Parole beschrien. Der Busfahrer wurde in die Uni-Kliniken gebracht. Der Täter konnte flüchten.

20. März 2019

Fulda: Hauptbelastungszeuge im Fall Toni R. bedroht und angegriffen

Ein Zeuge, der gegen den Ex-Vorstand der Jungen Alternativen Toni R. aussagen soll, wurde überfallen, auf den Boden geworfen, getreten und mit den Worten "Wenn du aussagst, schnappen wir deine Frau" bedroht. Anschließend erstattete er Anzeige gegen unbekannt.

6. März 2019

Bornheim (Frankfurt am Main): Hakenkreuzschmierereien auf Briefkästen

5 Hakenkreuze und andere rechte Symbole wurden mit Kreide auf Briefkästen eines Hauses im Frankfurter Stadtteil Nordend geschmiert. Es gibt den Verdacht darauf, dass es sich um eine zielgerichtete Aktion gegen die Bewohner*innen dieses Hauses handelt.

14. Februar 2019

Kirchhain (Marburg-Biedenkopf): Einbruch und Aufsprühen eines Hakenkreuzes

Unbekannte brachen gewaltsam in ein Pizza-Imbiss ein, stahlen die Registerkasse sowie weitere materielle Güter und besprühten die Wand mit einem Hakenkreuz.

14. Februar 2019

Götzenhain (Offenbach am Main): Bedrohung durch Schüsse auf Neubau-Villa

Verdachtsfall: Mit einer Steinschleuder wurden 7 Fenster der Neubau-Villa einer Familie eingeschlagen, die ihren Einzug in das Haus plante. Dem voran gingen eine Reihe von Komplikationen, die u.a. mit der Nachbarschaft bestand.

7. Februar 2019

Schwanheim (Frankfurt am Main): Antisemitische Beleidigungen und Angriff auf Schüler*innen

Im Frankfurter Stadtteil Schwanheim wurde eine Gruppe von Schüler*innen, darunter eine jüdische Person, antisemitisch beleidigt. Der Täter versuchte anschließend, die Gruppe mit Fußtritten zu verletzen.

5. Februar 2019

Frankfurt am Main: Drohbrief-Serie gegen Anwältin nimmt kein Ende

Bereits zum vierten Mal erhält die Anwältin Seda Başay-Yıldız einen Drohbrief mit der Unterschrift "NSU 2.0". Das Schreiben soll über diesselbe Verbindung versandt worden sein wie das Letzte und ging direkt an die Kanzlei.

23. Januar 2019

Langen (Offenbach am Main): Antisemitischer Angriff und Verletzung des Helfers

Am Langener Bahnhof beschimpte ein 26-Jähriger einen schätzungsweise 80 Jahre alten Mann mit antisemitischen Beleidigungen und stieß ihn zu Boden. Als ein 48-jähriger Mann eingreifen wollte, wurde dieser selbst niedergeschlagen. Der 80-jährige Betroffene ist noch vor Ankunft der Polizei in den Zug gestiegen und weggefahren. Der Täter wurde allerdings noch am Tatort festgenommen.

14. Januar 2019

Frankfurt am Main: Erneuter Drohbrief gegen Anwältin

Bereits zum zweiten Mal hat eine Anwältin aus Frankfurt einen Drohbrief aus rechtsextremen Netzwerken erhalten. Der Brief stützt sich auf interne Daten von Behörden. Er wurde erneut mit "NSU 2.0" unterzeichnet. 

14. Januar 2019

Frankfurt am Main: Rechtsextreme "Idenitäre" beim Plakatieren am FR-Gebäude ertappt

Mehr als ein dutzend Personen der als rechtsextrem eingestuften "Identitären" wurden beim Plakatieren auf das Bürogebäude der Frankfurter Rundschau von der Polizei erwischt. Die Frankfurter Rundschau äußert sich regelmäßig kritisch zu Rechtsextremen und den "Identitären" im Speziellen. 

11. Januar 2019

Wiesbaden: Bombendrohung gegen das Justizzentrum

Verdachtsfall: Nach einer Bombendrohung wurde das Justizzentrum in Wiesbaden, in dem fünf Landgerichte und die Staatsanwaltschaft untergebracht sind, geräumt und nach Sprengstoff untersucht. Ein Zusammenhang mit Bombendrohungen gegen Landgerichte in fünf weiteren Landeshauptstädten wird nicht ausgeschlossen. In zwei Städten wurden die Drohungen mit "nationalsozialistische Offensive" unterzeichnet. 

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